Der Schwerpunkt unserer Arbeiten in diesem Jahr lag beim Schienengüterverkehr. Leider ist er vor allem durch politische Fehleinstellungen in eine schwierige Position geraten.
Es sind weniger die aktuell schlechten Betriebsergebnisse, die am meisten Sorgen bereiten. Die Frage lautet eher, was die Schiene dem konkurrierenden Verkehrsträger Lkw strategisch noch entgegensetzen kann. Dort ist jetzt der überlange Sattelzug (EuroCombi/Gigaliner) zugelassen. Voraussichtlich wird die Ära des gekoppelten und autonomen Fahrens folgen („Lkw 4.0“), womit diese Branche ihre Produktivität nochmals sprunghaft verbessern wird.
Die Eisenbahn hingegen wird noch auf Jahre hinaus mit dem Problem des Lärms der Güterzüge kämpfen, gegen das bisher nur zu schwache Maßnahmen gesetzt wurden. Die Anwohner der Güterstrecken glauben schon lange nicht mehr, dass die Bahn ein umweltfreundliches Verkehrsmittel ist – und wehren sich.
Auf ihren Hauptachsen ist die Güterbahn zugleich an den Grenzen ihrer Kapazität, und angesichts der Planungs- und Bauzeiten für die Schiene wird jede Hilfe nun 25 Jahre zu spät kommen, nachdem die Politik so lange nichts in neue Wege für den Güterverkehr investiert hat.
Die Liste der Probleme und Versäumnisse ist aber noch länger. Sie sind das Thema einer Grundlagenstudie, die unsere Arbeiten dazu resümiert und die wir hier in einer aktualisierten Fassung erstmals veröffentlichen.


Studie: Güter gehören auf die Bahn - Wunschdenken ohne Plan (PDF, 1,3 MB)Güter gehören auf die Bahn: Wunschdenken ohne Plan
(PDF, 1,3 MB)

Auszüge dieser Arbeit sind auch in zwei Zeitungsartikel eingeflossen:

„Es rattern die Züge bei Tag und bei Nacht“, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Nr. 40 vom 9. Oktober 2016, Ressort Wissenschaft, Seite 64 und 65, hier auch in einer Online-Fassung

„Laute Güterbahn trifft smarten Lastwagen“, Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 294 vom 16. Dezember 2016, „Die Ordnung der Wirtschaft“, Seite 18, auch dieser Text ist hier online lesbar

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